antazida
Psychotherapie Hannover

________ INDIREKTE TRAUMATHERAPIE 


Manchmal führt der sanftere Weg tiefer.


Die Moderne Traumatherapie nach Luschas (MTL) ist eine indirekte, lösungsorientierte Methode, die ohne direkte Konfrontation mit dem traumatischen Ereignis auskommt - und trotzdem tiefgreifende Veränderung bewirkt. Besonders wirksam bei komplexen, langanhaltenden Traumatisierungen. 


Kostenloses Erstgespräch



Wie MTL funktioniert


--> Keine Konfrontation nötig

--> Ressourcenorientiert

--> Kognitiv & emotional 

--> Komplex-PTBSgeeignet 

--> Nach Luschas / BossImKopf



MTL VS. EMDR AUF EINEM BLICK


EMDR


MTL

strukturierte Phasen

Indirekt &

lösungsorientiert

eimalige Ereignisse

komplexe Traumata

Direkte Konfrontation

ohne Konfrontation





WANN MTL DIE RICHTIGE WAHL IST


Nicht jedes Trauma lässt sich 

direkt anfassen. 


EMDR ist eine der wirkungsvollsten Traumamethoden weltweit - aber sie setzt voraus, dass man die Erinnerung kurzfristig direkt aktivieren kann, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Bei komplexen Traumatisierungen, die über lange Zeit hinweg stattgefunden haben, ist das oft nicht möglich. Das Nervensystem ist zu sensibel, der Schutzmechanismus zu stark. 

Genau hier setzt die MTL nach Luschas an. Sie fragt nicht: "Was ist Ihnen passiert?" - sondern: "Was brauchen Sie? Was stärkt Sie? Wie sieht ein Leben aus, in dem das Erlebte keinen Platz mehr hat?"

Der entscheidende Unterschied: In der MTL müssen Sie das traumatische Ereignis nicht benennen, nicht beschreiben, nicht in allen Einzelheiten Wiedererleben. Die Methode arbeitet um das Trauma herum - und verändert trotzdem, wie das Nervensystem darauf reagiert. 


"Welches die richtige Methode für Sie ist, hängt davon ab, was Ihr Trauma ausgelöst hat, was für ein Mensch Sie sind und wie Ihr inneres System auf Trigger reagiert."


_____ Kathrin Köhler


TYPISCHE MTL SITUATIONEN


☁ Wiederholte Traumatisierung über Zeit

Wenn das Trauma kein einzelnes Ereignis war, sondern ein Muster - über Monate oder Jahre hinweg.

Narzisstische Gewalt durch Nahestehende

Manipulation, Abwertung oder emotionale Gewalt durch Eltern, Partner, Geschwister, Vorgesetzte oder Lehrer.

Frühkindliche Bindungswunden

Erfahrungen von Vernachlässigung, emotionaler Kälte oder Unsicherheit in der frühen Kindheit, die sich im Erwachsenenleben auswirken.

☢︎ Hohe Triggerempfindlichkeit

Wenn alltägliche Situationen starke Reaktionen auslösen und das Nervensystem sehr leicht in den Alarmzustand gerät.

♯ Starke Dissoziation

Wenn Taubheitsgefühle, Derealisation oder das Gefühl, "neben sich zu stehen", eine direkte Konfrontation zu riskant machen.



WAS MTL AUSMACHT

Lösungsorientiert, integrativ, gehirngerecht.

Die Moderne Traumatherapie nach Luschas wurde von Dipl.-Psychologin Franziska Luschas und Lernforscher Uwe Luschas entwickelt - bekannt durch ihre Ausbildungsplattform HeilpraktikerErfolg.de und den YouTube-Kanal BossImKopf. Die MTL ist Teil der praktisch integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie (piKVT) und verbindet Erkenntnisse aus Lernforschung, Neurobiologie und moderner Traumatherapie.

Was sie besonders macht: Sie brauchen das Trauma nicht zu beschreiben. Die Methode arbeitet mit imaginativen, kognitiven und emotionalen Anteilen - ähnlich wie EMDR, aber ohne den konfrontativen Kern. Statt in die Erinnerung zu gehen, werden die Ressourcen gestärkt, die das Nervensystem braucht, um sich selbst zu regulieren. 

Das Ergebnis ist dasselbe  wie bei EMDR. Das Erlebte verliert seine Macht über die Gegenwart. "Es war schlimm - aber es ist vorbei." Diese Erkenntnis entsteht nicht durch Analyse, sondern durch körperlich spürbare Integration. Und sie bleibt.



DIE DREI SÄULEN DER MTL


  • Imaginative Traumaarbeit

Mit inneren Bildern und Vorstellungen werden verletzte Anteile der Persönlichkeit gestärkt und integriert - ohne das traumatische Erlebnis direkt zu aktivieren.

  • Kognitive Umstrukurierung

Negative Glaubenssätze, die aus dem Trauma entstanden sind, werden identifiziert und durch ressourcenorientierte Überzeugungen ersetzt - gehirngerecht und nachhaltig.

  • Emotionale Integration

Abgespaltene Gefühle und Körperempfindungen werden schrittweise zugänglich gemacht und in das Selbstbild integriert. Ganzheit entsteht - körperlich spürbar.



DER ABLAUF

Wie eine MTL-Sitzung 
aufgebaut ist.


MTL folgt keinem starren Schema - aber einer klaren Logik. 
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. 
Sie bestimmen das Tempo.


1.


Ankommen & Sicherheit herstellen



Jede Sitzung beginnt damit, dass Sie sich orientieren und im Hier und Jetzt ankommen. Wir nutzen Stabilisierungstechniken, die Sie auch zu Hause selbst anwenden können. Kein Schritt ins Unbekannte ohne sicheres Fundament. 

2.


Ressourcen aktivieren



Wir suchen gemeinsam nach dem, was Sie stärkt - Fähigkeiten, Erfahrungen, Menschen, Werte. Diese Ressourcen sind der Gegenpol zum Trauma. Wer seinen Stärken begegnet, kann dem Trauma leichter standhalten.

3.


Imaginative Arbeit mit inneren Anteilen



Durch geleitete Imaginationen begegnen wir jüngeren, verletzten Anteilen Ihrer Persönlichkeit. Sie müssen nichts erzählen. Die Bilder führen. Ein körperlich spürbares Gefühl von Ganzheit entsteht - oft überraschend schnell. 

4.

Kognitive Umstrukturierung



Wir schauen, welche Überzeugungen das Trauma hinterlassen hat. "Ich bin schuld." "Ich bin nicht gut genug." "Ich kann niemandem vertrauen." Diese Sätze fühlen sich wie Wahrheiten an - und lassen sich verändern, wenn man weiß wie. 

5.


Emotionale Integration



Abgespaltene Gefühle werden dosiert zugänglich gemacht - immer in einem sicheren Rahmen, immer in Ihrem Tempo. Das Ziel ist nicht, Gefühle zu überwältigen, sonder sie zu integrieren, als Teil von Ihnen, nicht als Bedrohung. 

6.


Zukunftsorientierung & Abschluss



Am Ende jeder Sitzung richten wir den Blick nach vorn. Was wird möglich sein, wenn das Trauma seinen Platz gefunden hat? Ziele setzen, Beziehungen gestalten. "Nein" sagen dürfen. Leben, statt nur funktionieren. 




DER ENTSCHEIDENDE UNTERSCHIED

Warum "indirekt" nicht bedeutet: 
"weniger wirksam".


In der klassischen Traumatherapie - und auch bei EMDR - wird das Traumamaterial irgendwann direkt aktiviert. Das ist der Weg, wie das Gehirn die Erinnerung neu verarbeiten kann. Dieser Weg ist erprobt und wirksam. 

Aber er setzt voraus, dass das Nervensystem stabil genug ist, diese Konfrontation zu tragen. Bei Menschen, die über Jahre hinweg traumatisiert wurden - durch Beziehungen, durch Gewalt in der Kindheit, durch anhaltenden emotionalen Missbrauch - ist diese Stabilität oft noch nicht vorhanden. Hier kann eine direkte Konfrontation mehr schaden als nützen. 

Die MTL geht denselben Weg - aber von der anderen Seite. Sie stärkt zuerst das System so weit, dass die Integration des Traumas von innen heraus geschieht. Das Gehirn verarbeitet das Erlebnis, weil es endlich die Ressourcen dafür hat - nicht weil man es dazu zwingt. 

Das Ergebnis: Nachhaltigere Stabilität, weniger Rückfälle, weniger Retraumatisierungsrisiko.


KONFRONTATIONSGRAD IM VERGLEICH



EMDR - DIREKTE TRAUMAKONFRONTATION

                                    

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Hoch gezielt strukturiert in 8 Phasen



MTL - INDIREKTE TRAUMAARBEIT

                   ⇥

__________________________________

Niedrig ressourcenorientiert lösungsfokussiert



Wirksam trotzdem -  nur anders

Geringere Konfrontation bedeutet nicht geringere Wirkung. Die MTL verändert, wie das Nervensystem auf das Trauma reagiert - durch Stärkung, nicht durch Konfrontation. Für viele Menschen ist das der effektivere Weg.




WOMIT WIR KONKRET ARBEITEN

Die Werkzeuge der MTL - 
praktisch, integrativ, alltagstauglich.


Die MTL kombiniert erprobte Elemente aus verschiedenen therapeutischen Traditionen - ausgewählt nach  dem Prinzip: Was hilft wirklich? Was lässt sich in den Alltag integrieren?


🧩   Arbeit mit inneren Anteilen


Trauma spaltet. Teile der Persönlichkeit - oft jüngere, verletzte Anteile - trennen sich ab, um das System zu schützen. In der MTL begegnen wir diesen Anteilen sanft, stärken sie und führen sie zurück in ein Gefühl von Ganzheit. Kein Anteil muss abgespalten bleiben. 

💡   Lösungsorientierte Fragen


Statt auf das Problem zu fokussieren, fragen wir nach Ausnahmen. Wann geht es Ihnen gut? Was hat damals geholfen? Wie würde ein Tag ohne das Trauma aussehen? Diese Fragen - basierend auf der Lösungsfokussierten Kurztherapie nach de Shazer - verschieben den Fokus und öffnen neue Perspektiven.

🔮    Imaginative Techniken 


Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Erfahrung - was wir uns lebhaft vorstellen, hinterlässt ähnliche Spuren wie das Erlebte selbst. Geführte Imaginationen helfen, neue innere Erfahrungen zu machen: Sicherheit, Stärke, Schutz. Ohne Worte. Direkt.

🌏    Kognitive Verhaltenstherapie


Die piKVT nach Luschas ist die Grundlage der MTL. Dysfunktionale Glaubenssätze - "Ich bin wertlos", "Es ist meine Schuld" - werden identifiziert, hinterfragt und durch ressourcenstärkende Überzeugungen ersetzt. Praktisch, nachvollziehbar, alltagstauglich.



DIREKTER VERLGEICH 

MTL und EMDR - 
zwei Wege zum gleichen Ziel.


Keine Methode ist besser als die andere. Welche für Sie die richtige ist, entscheiden wir gemeinsam im Erstgespräch.



KRITERIUM
EMDR


MTL



Konfrontation mit dem Trauma

Direkt, kurz aktiviert

Nicht erforderlich

Geeignet bei 

Einmalige, klar abgrenzbare Ereignisse

Komplexe, langanhaltende Traumatisierungen

Risiko der Retraumati-

sierung

 Gering, wenn gut vorbereitet

Sehr gern durch indirekten Ansatz

Erzählen des Trauma nötig?

Kurz, zur Aktivierung

Nein - Sie entscheiden was Sie teilen

Schwerpunkt

Desensibilisierung der Erinnerung

Ressourcenstärkung & Integration

Geschwindigkeit der Wirkung

Oft sehr schnell, 1-3 Sitzungen möglich

Prozesshafter, aber nachhaltig

Kombinierbar mit piKVT

Ja

Ja - ist integraler Bestandteil

Bei Dissoziation geeignet 

(neben sich stehen)

Nur nach ausreichender Stabilisierung

Ja, auch bei stärkerer Dissoziation



MEIN GRUNDPRINZIP


Erst Sicherheit. Dann Tiefe.

Egal ob EMDR oder MTL - bei mir beginnt Traumarbeit erst dann, wenn Sie ausreichend stabilisiert sind. Ihr Schutz geht immer vor. 


Sicherer innerer Ort

Bevor wir in die Tiefe gehen, stabilisieren wir einen mentalen Rückzugsraum - einen Ort, den Sie jederzeit aufsuchen können, wenn etwas zu viel wird.

Selbstregulationstechniken

Sie lernen konkrete Techniken zur Beruhigung des Nervensystems, die Sie jederzeit und überall selbst anwenden können - ohne mich.

Gemeinsame Entscheidung

Während der gesamten Therapie entscheiden wir gemeinsam, wie wir vorgehen. Sie behalten die Kontrolle. Es gibt nichts, wozu Sie gezwungen werden.

Ihr Tempo ist das richtige

Manche Themen klären sich von selbst, bevor wir sie direkt angehen. Das ist kein Scheitern - es ist ein Zeichen, dass das System arbeitet.




WANN MTL PASST - UND WANN NICHT


Transparenz ist 

Teil meiner Arbeit.


Ich sage Ihnen offen, wenn eine andere Methode oder Fachperson besser für Sie geeignet ist. 


MTL ist geeignet bei ...

Komplexen, langanhaltenden Traumatisierungen (Komplex-PTBS)

Narzisstischer Gewalt durch Eltern, Partner oder Vorgesetzte

Frühkindliche Bindungswunden und emotionaler Vernachlässigung

Starker Triggerempfindlichkeit und leichter Dissoziation

Menschen, die nicht über das Trauma sprechen können oder möchten

Als Ergänzung oder Alternative zu EMDR

In Kombination mit piKVT und Hypnose


Andere Wege sind besser bei ...


- Akuten Psychosen oder Schizophrenie

- Schweren Depressionen mit Suizidalität - hier hat medikamentöse Stabilisierung Vorrang

- Aktiver Substanzabhängigkeit

- Schweren Schädel-Hirn-Traumata oder Demenz

- Laufenden Täterkontakt - Traumaarbeit erst nach Sicherheit

- Essstörungen - hier sind spezialisierte Fachkräfte notwendig



ÜBER DIE METHODE & IHRE ENTWICKLER

Franziska & Uwe Luschas - HeilpraktikerErfolg.de

Die MTL wurde von Dipl.-Psychologin Franziska Luschas und Lernforscher Uwe Luschas vor ca. 15 Jahren entwickelt - bekannt durch ihre Ausbildungsplattform HeilpraktikerErfolg.de und den YouTube-Kanal BossImKopf. Ich habe die MTL direkt bei Franziska und Uwe Luschas erlernt und bin seit 2025 in der entsprechenden Ausbildung. Die Methode verbindet aktuelle Erkenntnisse aus Lernforschung, Neurobiologie und moderner Traumatherapie zu einem praktisch integrativen Gesamtkonzept.


Zur Quelle: 


HP-Psych & KVT Ausbilder





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Nicht sicher, ob MTL 

das Richtige für Sie ist?

Das Erstgespräch ist kostenlos - ich berate Sie ehrlich, welche Methode zu Ihrer Situation passt.


E-Mail
01525-6420833





____________   TRAUMATHERAPIE - EMDR


Das Gehirn kann heilen. 

Wenn man weiß, wie man es anleitet.


EMDR ist eine der am besten erforschten Methoden zur Traumaverarbeitung weltweit - anerkannt von der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie. Hier erfahren Sie, wie sie funktioniert, wofür sie geeignet ist und was Sie bei mir erwartet. 


Erstgespräch

Kostenlos 30 Minuten




BILATERALE STIMULIERUNG - DAS KERNPRINZIP






--> Abwechselnde Aktivierung beider Gehirnhälften / Hemisphären - links und rechts, im sicheren Rahmen.

--> Über Augenfolgebewegungen, Hand-Tapping, Knie Tapping oder mit demEMDR Kit (Töne/Vibration)


WAS EIN TRAUMA IM GEHIRN MACHT


Ein Trauma ist keine Schwäche. 

Es ist eine 

steckengebliebene 

Schutzreaktion.

 

Wenn ein Mensch eine überwältigende Situation erlebt, schaltet das Gehirn in den Überlebensmodus. Das ist keine Entscheidung - es ist Biologie. Das limbische System übernimmt, der rationale Cortex tritt zurück. Kampf, Flucht oder Erstarrung.

Das Problem entsteht danach: Normalerweise verarbeitet das Gehirn das Erlebte im Schlaf, integriert es in die Lebensgeschichte und legt es ab. Bei einem Trauma gelingt das nicht. Die Erinnerung bleibt fragmentiert, ohne zeitlichen Kontext - das Gehirn weiß nicht, dass es vorbei ist. Sie liegt da wie eine offene Wunde, die bei jeder Berührung wieder aufbricht. 

Die Folge: Flashbacks, Albträume, Trigger, Überreaktionen auf scheinbar harmlose Situationen, Betäubungsgefühle, innere Unruhe. Nicht weil der Mensch schwach ist - sondern weil sein Gehirn noch immer versucht, ihn zu schützen.


"Nicht jeder, der etwas Traumatisches erlebt, bekommt ein Trauma. Aber jeder, der eines hat, verdient eine Behandlung die wirklich hilft." 


DIE 4 STRESSREAKTIONEN DES NERVENSYSTEMS

⚔️ Kampf (Fight)

Das System mobilisiert alle Energie für Angriff und Verteidigung. Wut, Aggression, Konfrontation als Überlebensstrategie.

𓀟 Flucht (Flight)

Maximale Aktivierung für schnelles Entkommen. Kann sich als Überaktivität, Rastlosigkeit oder emotionalem Rückzug zeigen.

🧊 Erstarrung (Freese)

Das System kollabiert, wenn weder Kampf noch Flucht möglich scheinen. Dissoziation,  Taubheit, Bewegungslosigkeit.

Unterwerfung (Fawn)

Anpassung und Beschwichtigung als Schutz. Häufig bei Menschen, die Trauma durch andere Menschen erlitten haben.



WAS EMDR IST UND WIE ES WIRKT


Das Gehirn tut in der EMDR-Sitzung, 

was es nachts eigentlich tun sollte.


EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing - auf Deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen. Entwickelt Ende der 1980er Jahre von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro, gehört EMDR heut zu den am besten erforschten Traumatherapien weltweit.

Das Kernprinzip: Während Sie die belastende Erinnerung im Bewusstsein halten, folgen Ihre Augen einer sich hin- und herbewegenden Stimulierung. Diese bilaterale Stimulierung - abwechselnde Aktivierung beider Gehirnhälften - versetzt das Gehirn in einen Zustand, der dem REM-Schlaf ähnelt. Genau der Zustand, in dem Erinnerungen normalerweise verarbeitet und integriert werden. 

Das Ergebnis: Die Erinnerung verliert ihre emotionale Ladung. Sie ist noch da - aber sie fühlt sich nicht mehr wie Gegenwart an. Sie wird zu einem Teil der Vergangenheit.

Die bilaterale Stimulierung funktioniert nicht nur über Augenbewegungen. Je nach Bedarf nutze ich auch Hand-Tapping, Knie-Tapping oder ein EMDR-Kit mit akustischen oder taktilen Signalen - ganz so, wie es für Sie am besten funktioniert. 


DIE BEDEUTUNG DES KÜRZELS

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E  

Eye - über das Auge

Movement - auch über andere Bewegungen, Reize zur bilateralen Stimulierung (über Töne, Tapping)

Desensitization - Desensibilisierung - die emotionale Ladung der Erinnerung nimmt ab. Die Erinnerung verliert ihre Kraft, den Körper in den Alarmzustand zu versetzen.

ReprocessingNeuverarbeitung, das Gehirn integriert das Erlebnis in die Lebensgeschichte

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SCHRITT FÜR SCHRITT


Die 8 Phasen der EMDR-Therapie - was in jeder Sitzung passiert.

EMDR ist kein Zufallsprozess. Jede Sitzung folgt einem klar strukturierten Ablauf, der Sicherheit gewährleistet und Überforderung verhindert. 



Anamnese & Behandlungsplanung


Phase 1

Wir beginnen damit, Ihre Geschichte zu verstehen. 

Ich erhebe Ihre Vorgeschichte, die aktuellen Symptome und Ihre psychische Stabilität. 

Gemeinsam identifizieren wir die belastenden Erinnerungen- oft mithilfe einer sogenannten Traumalandkarte - und legen fest, in welcher Reihenfolge wir diese bearbeiten. 

Kein Schritt in die Tiefe ohne ausreichende Vorbereitung.

--> 

Erhebung der Vorgeschichte und aktuellen Symptomatik

--> 

Identifikation belastender Erinnerungen (Traumalandkarte)

--> 

Festlegung der Behandlungsziele und Reihenfolge

Vorbereitung & Stabilisierung



Phase 2

Bevor wir in die Traumaarbeit gehen, sorge ich dafür, dass Sie gut ausgestattet sind. 

Sie lernen Techniken zur Selbststabilisierung - zum Beispiel den sicheren inneren Ort oder andere Ressourcen. Nur wer über ausreichende innere Stärke verfügt, kann Traumaarbeit sicher durchlaufen, ohne retraumatisiert zu werden. 

Diese Phase kann je nach Situation mehrere Sitzungen umfassen. 

--> 

Aufklärung über den EMDR-Ablauf

--> 

Aufbau innerer Ressourcen und Stabilisierungstechniken

--> 

Sicherer innerer Ort - Ihr Rückzugsraum für schwierige Momente

Bewertung der belastenden Erinnerung



Phase 3

Wir konzentrieren uns auf die zu bearbeitende Erinnerung und erfassen ihre vier Komponenten: das Bild, das am stärksten belastet, die negative Überzeugung über sich selbst, die damit verbunden ist (z.B. "Ich bin hilflos"); die damit verbundenen Emotionen und Körperempfindungen, und die gewünschte positive Überzeugung (z.B. "Ich bin in Sicherheit"). 

All das wird gemessen, nicht bewertet.

--> 

Das belastendste Bild der Erinnerung

--> 

Negative Selbstüberzeugung (z.B. "Ich bin wertlos", "Ich bin schuld")

--> 

Verbundene Emotionen und Körperempfindungen

--> 

Gewünschte positive Kognition als Ziel

Desensibilisierung & Verarbeitung



Phase 4

Das ist der Kern der EMDR-Arbeit. 

Sie halten die Erinnerungen - Bild, Überzeugung, Emotion und Körpergefühl - gleichzeitig im Bewusstsein, während ich die bilaterale Stimulierung starte. 

Zwischen den Stimulationsserien frage ich kurz, was Sie wahrnehmen. 

Das Gehirn beginnt, Verbindungen herzustellen Schicht für Schicht. Neue Bilder, Gedanken und Körpergefühle tauchen auf. Die emotionale Ladung nimmt ab - oft innerhalb einer einzigen Sitzung spürbar.

--> 

Bilaterale Stimulierung (Augen, Tapping oder EMDR-Kit)

--> 

Kurze Wahrnehmungsabfragen zwischen den Sets

--> 

Schicht-für-Schicht-Verarbeitung - das Gehirn führt sich selbst

Verankerung der positiven Kognition



Phase 5

Sobald die emotionale Belastung der Erinnerung deutlich abgenommen hat, verknüpfen wir sie aktiv mit einer positiven Selbstüberzeugung, die Sie zu Beginn als Ziel benannt haben. 

Durch eine weitere Stimulationsserie wird diese Verbindung gefestigt, bis sie sich stimmig und wahr anfühlt. 

Die Erinnerung ist noch da - aber sie ist jetzt verankert in dem Wissen: Ich habe es überlebt. Ich bin sicher. 

Körpertest



Phase 6

Traumatisches Erleben speichert sich nicht nur im Kopf - auch der Körper trägt es. 

Nach der Verarbeitungsphase überprüfen wir systematisch, ob noch negative Körperempfindungen vorhanden sind, die mit der Ausgangssituation verbunden sind. 

Restspannungen, Enge in der Brust, ein Kloß im Hals - all das wird wahrgenommen und falls nötig weiter bearbeitet. 

Erst wenn der Körper frei ist, ist die Sitzung vollständig.

Abschluss & Stabilisierung



Phase 7

Jede Sitzung endet mit einer klaren Stabilisierung. 

Wir sprechen kurz über das Erlebte, fassen zusammen, was sich verändert hat - und ich stelle sicher, dass Sie die Praxis in einem guten Zustand verlassen. 

Falls die Verarbeitung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, lernen Sie Techniken, um zwischen den Sitzungen stabil zu bleiben. 

Sie sind nie allein mit dem, was auftaucht.

Nachbefragung in der Folgesitzung



Phase 8

In der nächsten Sitzung überprüfen wir, ob die erzielten Ergebnisse stabil geblieben sind. 

Ist die positive Überzeugung noch vorhanden? Hat sich etwas verschoben? 

Manche Menschen erleben in den Tagen nach der Sitzung noch weitere Verarbeitungsprozesse - Träume, neue Erinnerungen, veränderte Gefühle. 

Das ist normal und ein Zeichen, dass das Gehirn weiterarbeitet. Wir werten das gemeinsam aus.



WELCHE METHODE PASST ZU IHNEN?

EMDR oder MTL - der Unterschied liegt im Trauma selbst.


Nicht jedes Trauma ist gleich - und nicht jede Methode passt zu jedem Menschen. Ich berate Sie im Erstgespräch, welcher Weg für Sie der richtigere ist. 


DIREKTE TRAUMATHERAPIE

EMDR

 Eye Movement Desensitization and Reprocessing 


Direkte Konfrontation mit der Erinnerung - strukturiert und sicher

Besonders wirksam bei einmaligen, plötzlichen Ereignissen

Schnelle Wirkung bei klar abgrenzbaren Traumata

 Auch einsetzbar bei Phobien, Albträumen, Flashbacks, Burnout und PTBS

Nutzbar mit Augen, Tapping oder elektronischem EMDR-Kit

WHO-anerkannt, umfangreich wissenschaftlich belegt


Typisches Beispiel

Unfall, plötzlicher Verlust, einmalige Gewalterfahrung, Hundephobie nach Erlebnis - EMDR


INDIREKTE TRAUMATHERAPIE

MTL

Moderne Traumatherapie nach Luschas


Indirekte, weniger konfrontative Herangehensweise

Enthält ebenfalls imaginative, kognitive und emotionale Anteile

Besonders geeignet für komplexe, langanhaltende Traumatisierungen

Schonender für Menschen mit hoher Triggerempfindlichkeit

Weniger Überforderungsrisiko bei starker Dissoziation

Gut kombinierbar mit piKVT-Stabilisierungsarbeit


Typisches Beispiel

Jahre narzisstischer Gewalt durch Nahestehende, anhaltende Manipulation in Kindheit oder Partnerschaft - MTL


DER GRÖSSERE RAHMEN


EMDR ist eingebettet in 

vier Phasen der Traumatherapie



Bevor wir mit der eigentlichen EMDR-Arbeit beginnen, stelle ich sicher, 

dass Sie ausreichend stabilisiert sind. Ihr Schutz geht immer vor.



Phase


🛡️

Sicherheit & Stabilisierung

Wir bauen innere Ressourcen auf, bevor wir auch nur in die Nähe des traumatischen Materials gehen. Erst wenn Sie sicher und geerdet sind, geht es weiter.

Phase


🔍

Traumabearbeitung

Direkte oder indirekte Konfrontation - je nach Methode (EMDR oder MTL) und Ihrem individuellen Profil. Immer im sicheren Rahmen, immer in Ihrem Tempo.



Phase 3


🧩

Integration 

Das Verarbeitete wird in Ihre Lebensgeschichte eingebettet. Die Erinnerung verliert ihre Macht, wird zu einem Teil der Vergangenheit - nicht der Gegenwart. 

Phase 4 


🌱

Neuorientierung

Wie sieht Ihr Leben aus, wenn das Trauma nicht mehr der Mittelpunkt ist? Wir gestalten gemeinsam, wer Sie jetzt sein möchten.



EHRLICHE EINORDNUNG

Wann EMDR geeignet ist - 

und wann nicht.


eine schlecht durchgeführte EMDR-Therapie kann schaden. 

Deshalb sage ich Ihnen offen, wenn eine andere Methode besser für Sie geeignet ist. 



Absolute Kontraindikationen

x     Akute Psychosen: Schizophrenie, schwere bipolare Störung in akuter Phase

x     Schwere dissoziative Störungen: starke Depersonalisation (nicht ich, nicht mein Körperteil) 

       oder Derealisation (nicht echt, unbekannte Wohnung)

x     Aktiver Substanzmissbrauch oder Einfluss von Drogen / Alkohol

x     Schwere hinorganische Störungen: Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz

x     Unkontrollierbare Epilepsie oder andere schwere somatische Erkrankungen

x     Unzureichende Stabilität und fehlende innere Ressourcen


Relative Kontraindikationen


- Schwangerschaft - oft besser auf danach verschieben

- Schwere Depressionen mit Suizidalität - stabile Behandlung hat Vorrang

- Anhaltender Täterkontakt - Traumaarbeit erst nach Sicherheit

- Laufende rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Täter

- Komplexe PTBS - erfordert angepasste Strategien, nicht Standard-EMDR



Fragen zu EMDR? 

Ich beantworte sie gerne.


Das Erstgespräch von 30 Minuten ist kostenlos und unverbindlich - auch wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob EMDR das Richtige für Sie ist.


E-Mail schreiben



WhatsApp 01525 - 6420833







Kathrin Köhler


Heilpraktikerin für Psychotherapie

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