________ INDIREKTE TRAUMATHERAPIE
Manchmal führt der sanftere Weg tiefer.
Die Moderne Traumatherapie nach Luschas (MTL) ist eine indirekte, lösungsorientierte Methode, die ohne direkte Konfrontation mit dem traumatischen Ereignis auskommt - und trotzdem tiefgreifende Veränderung bewirkt. Besonders wirksam bei komplexen, langanhaltenden Traumatisierungen.
Wie MTL funktioniert
--> Keine Konfrontation nötig
--> Ressourcenorientiert
--> Kognitiv & emotional
--> Komplex-PTBSgeeignet
--> Nach Luschas / BossImKopf
MTL VS. EMDR AUF EINEM BLICK
EMDR | MTL |
strukturierte Phasen | Indirekt & lösungsorientiert |
eimalige Ereignisse | komplexe Traumata |
Direkte Konfrontation | ohne Konfrontation |
WANN MTL DIE RICHTIGE WAHL IST
Nicht jedes Trauma lässt sich
direkt anfassen.
EMDR ist eine der wirkungsvollsten Traumamethoden weltweit - aber sie setzt voraus, dass man die Erinnerung kurzfristig direkt aktivieren kann, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Bei komplexen Traumatisierungen, die über lange Zeit hinweg stattgefunden haben, ist das oft nicht möglich. Das Nervensystem ist zu sensibel, der Schutzmechanismus zu stark.
Genau hier setzt die MTL nach Luschas an. Sie fragt nicht: "Was ist Ihnen passiert?" - sondern: "Was brauchen Sie? Was stärkt Sie? Wie sieht ein Leben aus, in dem das Erlebte keinen Platz mehr hat?"
Der entscheidende Unterschied: In der MTL müssen Sie das traumatische Ereignis nicht benennen, nicht beschreiben, nicht in allen Einzelheiten Wiedererleben. Die Methode arbeitet um das Trauma herum - und verändert trotzdem, wie das Nervensystem darauf reagiert.
"Welches die richtige Methode für Sie ist, hängt davon ab, was Ihr Trauma ausgelöst hat, was für ein Mensch Sie sind und wie Ihr inneres System auf Trigger reagiert."
_____ Kathrin Köhler
TYPISCHE MTL SITUATIONEN
☁ Wiederholte Traumatisierung über Zeit Wenn das Trauma kein einzelnes Ereignis war, sondern ein Muster - über Monate oder Jahre hinweg. |
☠ Narzisstische Gewalt durch Nahestehende Manipulation, Abwertung oder emotionale Gewalt durch Eltern, Partner, Geschwister, Vorgesetzte oder Lehrer. |
⇝ Frühkindliche Bindungswunden Erfahrungen von Vernachlässigung, emotionaler Kälte oder Unsicherheit in der frühen Kindheit, die sich im Erwachsenenleben auswirken. |
☢︎ Hohe Triggerempfindlichkeit Wenn alltägliche Situationen starke Reaktionen auslösen und das Nervensystem sehr leicht in den Alarmzustand gerät. |
♯ Starke Dissoziation Wenn Taubheitsgefühle, Derealisation oder das Gefühl, "neben sich zu stehen", eine direkte Konfrontation zu riskant machen. |
Mit inneren Bildern und Vorstellungen werden verletzte Anteile der Persönlichkeit gestärkt und integriert - ohne das traumatische Erlebnis direkt zu aktivieren. |
Negative Glaubenssätze, die aus dem Trauma entstanden sind, werden identifiziert und durch ressourcenorientierte Überzeugungen ersetzt - gehirngerecht und nachhaltig. |
Abgespaltene Gefühle und Körperempfindungen werden schrittweise zugänglich gemacht und in das Selbstbild integriert. Ganzheit entsteht - körperlich spürbar. |
1.
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Jede Sitzung beginnt damit, dass Sie sich orientieren und im Hier und Jetzt ankommen. Wir nutzen Stabilisierungstechniken, die Sie auch zu Hause selbst anwenden können. Kein Schritt ins Unbekannte ohne sicheres Fundament. |
2.
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Wir suchen gemeinsam nach dem, was Sie stärkt - Fähigkeiten, Erfahrungen, Menschen, Werte. Diese Ressourcen sind der Gegenpol zum Trauma. Wer seinen Stärken begegnet, kann dem Trauma leichter standhalten. |
3.
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Durch geleitete Imaginationen begegnen wir jüngeren, verletzten Anteilen Ihrer Persönlichkeit. Sie müssen nichts erzählen. Die Bilder führen. Ein körperlich spürbares Gefühl von Ganzheit entsteht - oft überraschend schnell. |
4. Kognitive Umstrukturierung |
Wir schauen, welche Überzeugungen das Trauma hinterlassen hat. "Ich bin schuld." "Ich bin nicht gut genug." "Ich kann niemandem vertrauen." Diese Sätze fühlen sich wie Wahrheiten an - und lassen sich verändern, wenn man weiß wie. |
5.
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Abgespaltene Gefühle werden dosiert zugänglich gemacht - immer in einem sicheren Rahmen, immer in Ihrem Tempo. Das Ziel ist nicht, Gefühle zu überwältigen, sonder sie zu integrieren, als Teil von Ihnen, nicht als Bedrohung. |
6.
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Am Ende jeder Sitzung richten wir den Blick nach vorn. Was wird möglich sein, wenn das Trauma seinen Platz gefunden hat? Ziele setzen, Beziehungen gestalten. "Nein" sagen dürfen. Leben, statt nur funktionieren. |
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⇥
Geringere Konfrontation bedeutet nicht geringere Wirkung. Die MTL verändert, wie das Nervensystem auf das Trauma reagiert - durch Stärkung, nicht durch Konfrontation. Für viele Menschen ist das der effektivere Weg. |
🧩 Arbeit mit inneren Anteilen Trauma spaltet. Teile der Persönlichkeit - oft jüngere, verletzte Anteile - trennen sich ab, um das System zu schützen. In der MTL begegnen wir diesen Anteilen sanft, stärken sie und führen sie zurück in ein Gefühl von Ganzheit. Kein Anteil muss abgespalten bleiben. |
💡 Lösungsorientierte Fragen Statt auf das Problem zu fokussieren, fragen wir nach Ausnahmen. Wann geht es Ihnen gut? Was hat damals geholfen? Wie würde ein Tag ohne das Trauma aussehen? Diese Fragen - basierend auf der Lösungsfokussierten Kurztherapie nach de Shazer - verschieben den Fokus und öffnen neue Perspektiven. |
🔮 Imaginative Techniken Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Erfahrung - was wir uns lebhaft vorstellen, hinterlässt ähnliche Spuren wie das Erlebte selbst. Geführte Imaginationen helfen, neue innere Erfahrungen zu machen: Sicherheit, Stärke, Schutz. Ohne Worte. Direkt. |
🌏 Kognitive Verhaltenstherapie Die piKVT nach Luschas ist die Grundlage der MTL. Dysfunktionale Glaubenssätze - "Ich bin wertlos", "Es ist meine Schuld" - werden identifiziert, hinterfragt und durch ressourcenstärkende Überzeugungen ersetzt. Praktisch, nachvollziehbar, alltagstauglich. |
Konfrontation mit dem Trauma | Direkt, kurz aktiviert | Nicht erforderlich |
Geeignet bei | Einmalige, klar abgrenzbare Ereignisse | Komplexe, langanhaltende Traumatisierungen |
Risiko der Retraumati- sierung | Gering, wenn gut vorbereitet | Sehr gern durch indirekten Ansatz |
Erzählen des Trauma nötig? | Kurz, zur Aktivierung | Nein - Sie entscheiden was Sie teilen |
Schwerpunkt | Desensibilisierung der Erinnerung | Ressourcenstärkung & Integration |
Geschwindigkeit der Wirkung | Oft sehr schnell, 1-3 Sitzungen möglich | Prozesshafter, aber nachhaltig |
Kombinierbar mit piKVT | Ja | Ja - ist integraler Bestandteil |
Bei Dissoziation geeignet (neben sich stehen) | Nur nach ausreichender Stabilisierung | Ja, auch bei stärkerer Dissoziation |
MEIN GRUNDPRINZIP
Erst Sicherheit. Dann Tiefe.
Egal ob EMDR oder MTL - bei mir beginnt Traumarbeit erst dann, wenn Sie ausreichend stabilisiert sind. Ihr Schutz geht immer vor.
Sicherer innerer Ort Bevor wir in die Tiefe gehen, stabilisieren wir einen mentalen Rückzugsraum - einen Ort, den Sie jederzeit aufsuchen können, wenn etwas zu viel wird. | Selbstregulationstechniken Sie lernen konkrete Techniken zur Beruhigung des Nervensystems, die Sie jederzeit und überall selbst anwenden können - ohne mich. |
Gemeinsame Entscheidung Während der gesamten Therapie entscheiden wir gemeinsam, wie wir vorgehen. Sie behalten die Kontrolle. Es gibt nichts, wozu Sie gezwungen werden. | Ihr Tempo ist das richtige Manche Themen klären sich von selbst, bevor wir sie direkt angehen. Das ist kein Scheitern - es ist ein Zeichen, dass das System arbeitet. |
WANN MTL PASST - UND WANN NICHT
Transparenz ist
Teil meiner Arbeit.
Ich sage Ihnen offen, wenn eine andere Methode oder Fachperson besser für Sie geeignet ist.
✓ MTL ist geeignet bei ...
✓ Komplexen, langanhaltenden Traumatisierungen (Komplex-PTBS)
✓ Narzisstischer Gewalt durch Eltern, Partner oder Vorgesetzte
✓ Frühkindliche Bindungswunden und emotionaler Vernachlässigung
✓ Starker Triggerempfindlichkeit und leichter Dissoziation
✓ Menschen, die nicht über das Trauma sprechen können oder möchten
✓ Als Ergänzung oder Alternative zu EMDR
✓ In Kombination mit piKVT und Hypnose
Andere Wege sind besser bei ...
- Akuten Psychosen oder Schizophrenie
- Schweren Depressionen mit Suizidalität - hier hat medikamentöse Stabilisierung Vorrang
- Aktiver Substanzabhängigkeit
- Schweren Schädel-Hirn-Traumata oder Demenz
- Laufenden Täterkontakt - Traumaarbeit erst nach Sicherheit
- Essstörungen - hier sind spezialisierte Fachkräfte notwendig
ÜBER DIE METHODE & IHRE ENTWICKLER
Franziska & Uwe Luschas - HeilpraktikerErfolg.de
Die MTL wurde von Dipl.-Psychologin Franziska Luschas und Lernforscher Uwe Luschas vor ca. 15 Jahren entwickelt - bekannt durch ihre Ausbildungsplattform HeilpraktikerErfolg.de und den YouTube-Kanal BossImKopf. Ich habe die MTL direkt bei Franziska und Uwe Luschas erlernt und bin seit 2025 in der entsprechenden Ausbildung. Die Methode verbindet aktuelle Erkenntnisse aus Lernforschung, Neurobiologie und moderner Traumatherapie zu einem praktisch integrativen Gesamtkonzept.
Zur Quelle:
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Nicht sicher, ob MTL
das Richtige für Sie ist?
Das Erstgespräch ist kostenlos - ich berate Sie ehrlich, welche Methode zu Ihrer Situation passt.
____________ TRAUMATHERAPIE - EMDR
Das Gehirn kann heilen.
Wenn man weiß, wie man es anleitet.
EMDR ist eine der am besten erforschten Methoden zur Traumaverarbeitung weltweit - anerkannt von der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie. Hier erfahren Sie, wie sie funktioniert, wofür sie geeignet ist und was Sie bei mir erwartet.
Erstgespräch
BILATERALE STIMULIERUNG - DAS KERNPRINZIP
--> Abwechselnde Aktivierung beider Gehirnhälften / Hemisphären - links und rechts, im sicheren Rahmen.
--> Über Augenfolgebewegungen, Hand-Tapping, Knie Tapping oder mit demEMDR Kit (Töne/Vibration)
WAS EIN TRAUMA IM GEHIRN MACHT
Ein Trauma ist keine Schwäche.
Es ist eine
steckengebliebene
Schutzreaktion.
Wenn ein Mensch eine überwältigende Situation erlebt, schaltet das Gehirn in den Überlebensmodus. Das ist keine Entscheidung - es ist Biologie. Das limbische System übernimmt, der rationale Cortex tritt zurück. Kampf, Flucht oder Erstarrung.
Das Problem entsteht danach: Normalerweise verarbeitet das Gehirn das Erlebte im Schlaf, integriert es in die Lebensgeschichte und legt es ab. Bei einem Trauma gelingt das nicht. Die Erinnerung bleibt fragmentiert, ohne zeitlichen Kontext - das Gehirn weiß nicht, dass es vorbei ist. Sie liegt da wie eine offene Wunde, die bei jeder Berührung wieder aufbricht.
Die Folge: Flashbacks, Albträume, Trigger, Überreaktionen auf scheinbar harmlose Situationen, Betäubungsgefühle, innere Unruhe. Nicht weil der Mensch schwach ist - sondern weil sein Gehirn noch immer versucht, ihn zu schützen.
"Nicht jeder, der etwas Traumatisches erlebt, bekommt ein Trauma. Aber jeder, der eines hat, verdient eine Behandlung die wirklich hilft." |
DIE 4 STRESSREAKTIONEN DES NERVENSYSTEMS
⚔️ Kampf (Fight) Das System mobilisiert alle Energie für Angriff und Verteidigung. Wut, Aggression, Konfrontation als Überlebensstrategie. |
𓀟 Flucht (Flight) Maximale Aktivierung für schnelles Entkommen. Kann sich als Überaktivität, Rastlosigkeit oder emotionalem Rückzug zeigen. |
🧊 Erstarrung (Freese) Das System kollabiert, wenn weder Kampf noch Flucht möglich scheinen. Dissoziation, Taubheit, Bewegungslosigkeit. |
☮ Unterwerfung (Fawn) Anpassung und Beschwichtigung als Schutz. Häufig bei Menschen, die Trauma durch andere Menschen erlitten haben. |
WAS EMDR IST UND WIE ES WIRKT
Das Gehirn tut in der EMDR-Sitzung,
was es nachts eigentlich tun sollte.
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing - auf Deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen. Entwickelt Ende der 1980er Jahre von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro, gehört EMDR heut zu den am besten erforschten Traumatherapien weltweit.
Das Kernprinzip: Während Sie die belastende Erinnerung im Bewusstsein halten, folgen Ihre Augen einer sich hin- und herbewegenden Stimulierung. Diese bilaterale Stimulierung - abwechselnde Aktivierung beider Gehirnhälften - versetzt das Gehirn in einen Zustand, der dem REM-Schlaf ähnelt. Genau der Zustand, in dem Erinnerungen normalerweise verarbeitet und integriert werden.
Das Ergebnis: Die Erinnerung verliert ihre emotionale Ladung. Sie ist noch da - aber sie fühlt sich nicht mehr wie Gegenwart an. Sie wird zu einem Teil der Vergangenheit.
Die bilaterale Stimulierung funktioniert nicht nur über Augenbewegungen. Je nach Bedarf nutze ich auch Hand-Tapping, Knie-Tapping oder ein EMDR-Kit mit akustischen oder taktilen Signalen - ganz so, wie es für Sie am besten funktioniert.
DIE BEDEUTUNG DES KÜRZELS
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E
Eye - über das Auge
M
Movement - auch über andere Bewegungen, Reize zur bilateralen Stimulierung (über Töne, Tapping)
D
Desensitization - Desensibilisierung - die emotionale Ladung der Erinnerung nimmt ab. Die Erinnerung verliert ihre Kraft, den Körper in den Alarmzustand zu versetzen.
R
Reprocessing - Neuverarbeitung, das Gehirn integriert das Erlebnis in die Lebensgeschichte
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SCHRITT FÜR SCHRITT
Die 8 Phasen der EMDR-Therapie - was in jeder Sitzung passiert.
EMDR ist kein Zufallsprozess. Jede Sitzung folgt einem klar strukturierten Ablauf, der Sicherheit gewährleistet und Überforderung verhindert.
Anamnese & Behandlungsplanung Phase 1 | Wir beginnen damit, Ihre Geschichte zu verstehen. Ich erhebe Ihre Vorgeschichte, die aktuellen Symptome und Ihre psychische Stabilität. Gemeinsam identifizieren wir die belastenden Erinnerungen- oft mithilfe einer sogenannten Traumalandkarte - und legen fest, in welcher Reihenfolge wir diese bearbeiten. Kein Schritt in die Tiefe ohne ausreichende Vorbereitung. --> Erhebung der Vorgeschichte und aktuellen Symptomatik --> Identifikation belastender Erinnerungen (Traumalandkarte) --> Festlegung der Behandlungsziele und Reihenfolge |
Vorbereitung & Stabilisierung Phase 2 | Bevor wir in die Traumaarbeit gehen, sorge ich dafür, dass Sie gut ausgestattet sind. Sie lernen Techniken zur Selbststabilisierung - zum Beispiel den sicheren inneren Ort oder andere Ressourcen. Nur wer über ausreichende innere Stärke verfügt, kann Traumaarbeit sicher durchlaufen, ohne retraumatisiert zu werden. Diese Phase kann je nach Situation mehrere Sitzungen umfassen. --> Aufklärung über den EMDR-Ablauf --> Aufbau innerer Ressourcen und Stabilisierungstechniken --> Sicherer innerer Ort - Ihr Rückzugsraum für schwierige Momente |
Bewertung der belastenden Erinnerung Phase 3 | Wir konzentrieren uns auf die zu bearbeitende Erinnerung und erfassen ihre vier Komponenten: das Bild, das am stärksten belastet, die negative Überzeugung über sich selbst, die damit verbunden ist (z.B. "Ich bin hilflos"); die damit verbundenen Emotionen und Körperempfindungen, und die gewünschte positive Überzeugung (z.B. "Ich bin in Sicherheit"). All das wird gemessen, nicht bewertet. --> Das belastendste Bild der Erinnerung --> Negative Selbstüberzeugung (z.B. "Ich bin wertlos", "Ich bin schuld") --> Verbundene Emotionen und Körperempfindungen --> Gewünschte positive Kognition als Ziel |
Desensibilisierung & Verarbeitung Phase 4 | Das ist der Kern der EMDR-Arbeit. Sie halten die Erinnerungen - Bild, Überzeugung, Emotion und Körpergefühl - gleichzeitig im Bewusstsein, während ich die bilaterale Stimulierung starte. Zwischen den Stimulationsserien frage ich kurz, was Sie wahrnehmen. Das Gehirn beginnt, Verbindungen herzustellen Schicht für Schicht. Neue Bilder, Gedanken und Körpergefühle tauchen auf. Die emotionale Ladung nimmt ab - oft innerhalb einer einzigen Sitzung spürbar. --> Bilaterale Stimulierung (Augen, Tapping oder EMDR-Kit) --> Kurze Wahrnehmungsabfragen zwischen den Sets --> Schicht-für-Schicht-Verarbeitung - das Gehirn führt sich selbst |
Verankerung der positiven Kognition Phase 5 | Sobald die emotionale Belastung der Erinnerung deutlich abgenommen hat, verknüpfen wir sie aktiv mit einer positiven Selbstüberzeugung, die Sie zu Beginn als Ziel benannt haben. Durch eine weitere Stimulationsserie wird diese Verbindung gefestigt, bis sie sich stimmig und wahr anfühlt. Die Erinnerung ist noch da - aber sie ist jetzt verankert in dem Wissen: Ich habe es überlebt. Ich bin sicher. |
Körpertest Phase 6 | Traumatisches Erleben speichert sich nicht nur im Kopf - auch der Körper trägt es. Nach der Verarbeitungsphase überprüfen wir systematisch, ob noch negative Körperempfindungen vorhanden sind, die mit der Ausgangssituation verbunden sind. Restspannungen, Enge in der Brust, ein Kloß im Hals - all das wird wahrgenommen und falls nötig weiter bearbeitet. Erst wenn der Körper frei ist, ist die Sitzung vollständig. |
Abschluss & Stabilisierung Phase 7 | Jede Sitzung endet mit einer klaren Stabilisierung. Wir sprechen kurz über das Erlebte, fassen zusammen, was sich verändert hat - und ich stelle sicher, dass Sie die Praxis in einem guten Zustand verlassen. Falls die Verarbeitung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, lernen Sie Techniken, um zwischen den Sitzungen stabil zu bleiben. Sie sind nie allein mit dem, was auftaucht. |
Nachbefragung in der Folgesitzung Phase 8 | In der nächsten Sitzung überprüfen wir, ob die erzielten Ergebnisse stabil geblieben sind. Ist die positive Überzeugung noch vorhanden? Hat sich etwas verschoben? Manche Menschen erleben in den Tagen nach der Sitzung noch weitere Verarbeitungsprozesse - Träume, neue Erinnerungen, veränderte Gefühle. Das ist normal und ein Zeichen, dass das Gehirn weiterarbeitet. Wir werten das gemeinsam aus. |
WELCHE METHODE PASST ZU IHNEN?
EMDR oder MTL - der Unterschied liegt im Trauma selbst.
Nicht jedes Trauma ist gleich - und nicht jede Methode passt zu jedem Menschen. Ich berate Sie im Erstgespräch, welcher Weg für Sie der richtigere ist.
DIREKTE TRAUMATHERAPIE
EMDR
Eye Movement Desensitization and Reprocessing
✓ Direkte Konfrontation mit der Erinnerung - strukturiert und sicher
✓ Besonders wirksam bei einmaligen, plötzlichen Ereignissen
✓ Schnelle Wirkung bei klar abgrenzbaren Traumata
✓ Auch einsetzbar bei Phobien, Albträumen, Flashbacks, Burnout und PTBS
✓ Nutzbar mit Augen, Tapping oder elektronischem EMDR-Kit
✓ WHO-anerkannt, umfangreich wissenschaftlich belegt
Typisches Beispiel
Unfall, plötzlicher Verlust, einmalige Gewalterfahrung, Hundephobie nach Erlebnis - EMDR
INDIREKTE TRAUMATHERAPIE
MTL
Moderne Traumatherapie nach Luschas
✓ Indirekte, weniger konfrontative Herangehensweise
✓ Enthält ebenfalls imaginative, kognitive und emotionale Anteile
✓ Besonders geeignet für komplexe, langanhaltende Traumatisierungen
✓ Schonender für Menschen mit hoher Triggerempfindlichkeit
✓ Weniger Überforderungsrisiko bei starker Dissoziation
✓ Gut kombinierbar mit piKVT-Stabilisierungsarbeit
Typisches Beispiel
Jahre narzisstischer Gewalt durch Nahestehende, anhaltende Manipulation in Kindheit oder Partnerschaft - MTL
DER GRÖSSERE RAHMEN
EMDR ist eingebettet in
vier Phasen der Traumatherapie
Bevor wir mit der eigentlichen EMDR-Arbeit beginnen, stelle ich sicher,
dass Sie ausreichend stabilisiert sind. Ihr Schutz geht immer vor.
Phase 1 🛡️ Sicherheit & Stabilisierung Wir bauen innere Ressourcen auf, bevor wir auch nur in die Nähe des traumatischen Materials gehen. Erst wenn Sie sicher und geerdet sind, geht es weiter. | Phase 2 🔍 Traumabearbeitung Direkte oder indirekte Konfrontation - je nach Methode (EMDR oder MTL) und Ihrem individuellen Profil. Immer im sicheren Rahmen, immer in Ihrem Tempo. |
Phase 3 🧩 Integration Das Verarbeitete wird in Ihre Lebensgeschichte eingebettet. Die Erinnerung verliert ihre Macht, wird zu einem Teil der Vergangenheit - nicht der Gegenwart. | Phase 4 🌱 Neuorientierung Wie sieht Ihr Leben aus, wenn das Trauma nicht mehr der Mittelpunkt ist? Wir gestalten gemeinsam, wer Sie jetzt sein möchten. |
EHRLICHE EINORDNUNG
Wann EMDR geeignet ist -
und wann nicht.
eine schlecht durchgeführte EMDR-Therapie kann schaden.
Deshalb sage ich Ihnen offen, wenn eine andere Methode besser für Sie geeignet ist.
Absolute Kontraindikationen
x Akute Psychosen: Schizophrenie, schwere bipolare Störung in akuter Phase
x Schwere dissoziative Störungen: starke Depersonalisation (nicht ich, nicht mein Körperteil)
oder Derealisation (nicht echt, unbekannte Wohnung)
x Aktiver Substanzmissbrauch oder Einfluss von Drogen / Alkohol
x Schwere hinorganische Störungen: Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz
x Unkontrollierbare Epilepsie oder andere schwere somatische Erkrankungen
x Unzureichende Stabilität und fehlende innere Ressourcen
Relative Kontraindikationen
- Schwangerschaft - oft besser auf danach verschieben
- Schwere Depressionen mit Suizidalität - stabile Behandlung hat Vorrang
- Anhaltender Täterkontakt - Traumaarbeit erst nach Sicherheit
- Laufende rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Täter
- Komplexe PTBS - erfordert angepasste Strategien, nicht Standard-EMDR
Fragen zu EMDR?
Ich beantworte sie gerne.
Das Erstgespräch von 30 Minuten ist kostenlos und unverbindlich - auch wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob EMDR das Richtige für Sie ist.